Neuigkeiten
Neben den Sortenhonigen und Brotaufstrichen kann ich ab diesem Jahr auch Met anbieten. Die gute Phaceliablütenhonig-Ernte ermöglichte es, einen Teil dieses seltenen Honigs zu sortenreinem Honigwein verarbeiten zu lassen. Das Ergebnis ist ein lieblicher und geschmacklich an den typischen Charakter des Ausgangshonigs erinnernder Met mit 12 Vol.-% Alkohol.
Neben der Wahl eines guten Honigs ist auch die Herstellung von großer Bedeutung für einen guten Met. Mit der Metkelterei Krischer ist da ein professioneller Partner gefunden. Der Kelterei gelingt es durch moderne schonende Filtration und ohne Erhitzung des Mets (kalt-sterile Abfüllung) einen Honigwein bester Qualität zu erzeugen.
Mit Met probiert man das wohl älteste alkoholische Getränk der Menschheit. Die Tradition Honig zu vergären, entstand sogar schon vor der der Weinherstellung.
Honigwein kann sowohl kalt als auch heiß getrunken werden. Heiß ist er bekömmlicher als sein wein-saurer Konkurrent Glühwein und passt gut in die kalte Winterzeit.
Jetzt im September neigt sich das Bienenjahr seinem Ende entgegen. Die Arbeit an den Völkern wird weniger und so bleibt Zeit, sich um den Honig zu kümmern.
Durch gut ausgesuchte Standorte rund um Steinsdorf konnten während des Sommers im gleichen Zeitraum recht unterschiedliche Honige von den Bienen gesammelt werden.
Es ist faszinierend zu sehen, wie so unterschiedliche Honige wie Waldblüte aus dem nahegelegenen Schömberger Forst und eine helle leicht minzige Sommerblüte mit Linde im Weidaer Stadtgebiet entstehen konnten.
Darin sehe ich eine große Herausforderung. Im Honig die Nuancen unserer Landschaft darzustellen und dabei auf energieaufwändige weite Wanderungen in andere Teile Deutschlands zu verzichten.
Ausnahmen bilden "kurze" Wanderungen zu besonderen Trachten im Umkreis. So standen einige meiner Völker, wie schon im letzten Jahr, wieder in der nur wenige Kilometer entfernt angebauten Phacelia, der Bienenweide schlechthin. Dabei entsteht nicht nur ein interessanter und seltener Honig, sondern auch den Bienen bekommt diese nektar- und pollenreiche Tracht sehr gut. Meist sind es die "Phaceliavölker" die am besten überwintern.
Einige Völker wanderte ich auch nach Adorf, wo sie auf den über 500m hoch gelegenen Flächen der ökologisch wirtschaftenden Gäa-Agrargenossenschaft "Oberes Vogtland" in einem üppig blühenden Senffeld standen. Dieser wurde von der Agrargenossenschaft zur Saatgutvermehrung angebaut und bot für die Bienen eine reichhaltige und unbedenkliche Tracht.
Neben der Freude, die Bienen in ökologisch bewirtschafteter Landschaft zu wissen, entstand hier überdies ein beinahe exotischer Sommerblütenhonig mit einem hohen Senfanteil. Der Geschmack ist blumig mild, der Honig beige und cremig.
Bienen im Wald und Heidelbeeren im Honig (05.06.2011)
Nach der vielen Arbeit die der Mai mit der Bildung von Jungvölkern und den zahlreichen Schleuderungen im gerade fertiggestellten neuen Schleuderraum mit sich brachte, gibt es nun einen kurzen Moment des Aufatmens.
Mit etwas mehr Ruhe kann an den Völkern gearbeitet werden. Etwa auf einem meiner liebsten Standplätze, einer ruhigen Waldlichtung, wo die Bienen gerade Himbeeren und Brombeeren befliegen.
Nach der guten Resonanz auf den neuen Brotaufstrich Himbeeren und Erdbeeren in Honig, haben wir uns nun an Heidelbeeren in Honig versucht und finden das Ergebnis ausgesprochen lecker! Etwas ganz anderes probieren wir nach zahlreichen Nachfragen auf den Märkten mit Espresso in Honig.
Nach einem langen Winter sind die Bedingungen für die Bienen in diesem Frühjahr optimal. Nach einer ausgiebigen Weiden- und Spitzahornblüte wachsen die Völker nun explosionsartig und sind ungewöhnlich stark in die Obstblüte gestartet.
Während der Raps durch die anhaltende Trockenheit nur zaghaft wächst, blühen die tiefer wurzelnden Kirschen, Pflaumen und Birnen seit einigen Tagen ausgiebig. Die durchweg warmen Tage, ermöglichen den Bienen viele Flüge, von denen sie reichlich Nektar und Pollen zurückbringen.
Mit einem Teil meiner Völker bin ich in diesem Jahr auf den Bioland-Obstbaubetrieb Senst in Plößnitz gewandert. In diesem Meer von Kirsch- und Löwenzahnblüten weiß ich die Völker gut aufgehoben. In wenigen Tagen wird die Süßkirsche verblüht sein und die Apfelblüte steht bereits in den Startlöchern.
Schon in 2-3 Wochen ist hier ein wunderbarer Obstblütenhonig zu erwarten.
Oft werde ich im Herbst gefragt, wann ich die Bienen denn nach Hause hole. Erkläre ich dann, dass die den ganzen Winter unverändert an ihren Standorten bleiben, löst das meist Erstaunen aus. Tatsächlich tut den Bienen ein Winter wie dieser gut.
Sind die Bienenkästen tief eingeschneit, sitzen die Völker als dichte Wintertraube auf den Waben mit Futtervorräten. Die Böden der Kästen sind sogar von unten offen und nur ein dichtes Maschendrahtgeflecht verwehrt Mäusen den Eintritt. Die Bienen haben so einen direkten Draht nach draußen und passen ihr Verhalten der Witterung perfekt an.
Umzug nach Thüringen 29.06.2010
Mitten in der Bienensaison zog die gesamte Imkerei in diesem Jahr in ihre neue Heimat. Wann immer Völker transportbereit und in Thüringen neue Standplätze gefunden und eingerichtet waren, wurden die Bienen bei einbrechender Dunkelheit verschnürt und geladen. Allein der Transport der Bienenvölker bedeutete fünf lange Nachtfahrten von Hessen nach Thüringen. Zeit zum Schlafen blieb bei diesen Wanderungen keine, denn die Nächte im Juli waren kurz und am Morgen wollten die Bienen wieder freien Flug haben.
Inzwischen haben sie sich an ihren neuen Plätzen auf Waldlichtungen, Streuobstwiesen und im Weidaer Stadtgebiet eingeflogen.
Die letzten Schleuderungen gab es dann schon im neuen Zuhause in Steinsdorf, das diesen Winter zur Imkerei ausbaut wird. Erstmals wurde Phaceliablütenhonig (aus Thüringen) geschleudert. Ein Honig, den nicht viele Imkereien anbieten können.
Für die Bienen, die den Umzug alle sehr gut überstanden haben, beginnt nun bald eine ruhige Zeit. Ihren Imker aber können sie jetzt auf einigen Märkten in der Region antreffen, wo alle Honige auch zum Probieren auf Sie warten. Direkt in Steinsdorf kann nun Honig ebenfalls direkt beim Imker erworben werden. Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Kontakt
Bioland-Imkerei
Ronny Kern, Dipl.-Ing. Agrar
Steinsdorf Nr. 51
07570 Steinsdorf bei Weida
Telefon: (03 66 03) 64 53 77
Mobil: 0170 - 6 74 45 75
honig (@) bioimkern (Punkt) de
